In diesem Video erkläre ich Dir, was eine Klimaklasse bei Türen bedeutet und warum sie für die Formstabilität, Dichtheit und Funktion von Innentüren so wichtig ist. Türen können sich verziehen, wenn sie auf beiden Seiten mit unterschiedlichen Temperaturen und Luftfeuchtigkeiten konfrontiert sind. Das gilt besonders für Türen, die Räume mit abweichenden Klimabedingungen trennen.
Eine herkömmliche Innentür trennt oft nur optisch Räume. Soll die Tür aber schall- oder luftdicht sein, wie etwa Badezimmertüren oder Wohnungseingangstüren, steigt das Risiko eines Verzugs deutlich. Ursache ist die unterschiedliche Feuchtigkeitsaufnahme des Türblatts: Auf der kühleren, feuchteren Seite dehnt sich das Material aus, auf der wärmeren, trockeneren schrumpft es.
Um den Verzug zu verhindern, gibt es verschiedene Klimaklassen bei Türen. Die Klimaklasse 2 beinhaltet beispielsweise einen mechanischen Stabilisierungskern, etwa aus Multiplex, der moderate Temperaturunterschiede ausgleicht. Für höhere Anforderungen, wie bei Wohnungseingangstüren, empfehle ich Klimaklasse 3 mit Aluminium-Einlagen, die das Türblatt gegen Feuchtigkeit schützen und größere Temperaturdifferenzen ausgleichen.
So bleibt die Tür dauerhaft maßhaltig, schließt richtig und liegt sauber in der Zarge an – auch wenn angrenzende Bereiche unbeheizt sind. Welche Klimaklasse sinnvoll ist, hängt von der baulichen Situation und der Feuchtigkeitsbelastung ab. Hier empfehle ich immer eine fachkundige Beratung.


